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Autor Thema: Nächste Expansion: Legion  (Gelesen 4517 mal)

christopher

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Re: Nächste Expansion: Legion
« Antwort #1 am: 11. August 2015, 14:02:11 »

ich hab dazu nen recht interessanten Beitrag von Stevinho gefunden:

quelle: http://stevinho.justnetwork.eu/2015/08/07/warum-es-nicht-mehr-mein-wow-ist/

und das schreibt der Gute darüber:
Nach der Präsentation des neuen WoW-Addons wurde ich von vielen Community-Mitgliedern gefragt, ob ich von „Legion“ gehyped bin. Die Antwort wird für viele von Euch ernüchternd sein: Leider nein!

Natürlich gerät man bei dem Setting ins Schwärmen: Illidan (zusammen mit Arthas mein Lieblings-Bösewicht), dazu die neuen Demonhunter-Klasse, und endlich wieder die brennende Legion als Bedrohung. Im Prinzip also alles toll. Aber sobald der Verstand wieder einsetzt, wird einem bewusst, was WoW in seiner aktuellen Form eigentlich ist – nämlich schon lange nicht mehr das, was wir damals geliebt haben.

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Das Lore-Chaos

Doch was stört mich am meisten? Erinnert Ihr Euch noch daran, wie ich mich damals darüber aufgeregt habe, dass Blizzard seine Oberbösewichte in jedem Addon hergeschenkt hat? Ich fand es schade, dass man Illidan und Arthas einfach so hat sterben lassen – einfach weil ich diese Warcraft-Figuren geliebt habe. Ich musste mich damals dafür von dem ein oder anderen von Euch ankacken lassen: „Stell Dich nicht so an. Ihre Zeit ist halt vorbei. Dann denkt sich Blizzard halt neue Bösewichte aus!“

Und wie ist es gekommen? Irgendwann hat man im Blizzard-Hauptquartier realisiert, dass man schlagkräftige Bösewichte mit großem Namen braucht. Also was tut man? Man holt den guten, alten Illidan hervor und „mauschelt“ wieder an der Geschichte rum: „Ja, er wurde in Burning Crusade gar nicht getötet, nur schwer verletzt und zurück in sein Gefängnis geworfen“. Diese Herangehensweise beschreibt meiner Meinung nach ein großes Problem von World of Warcraft, bzw. was Blizzard damit in den letzten Jahren gemacht hat. Man hat die ganze Sache, vor allem was die Lore angeht, augenscheinlich nicht weit genug geplant.

Ein Grund, der WoW (für mich) so besonders gemacht hat, war die wunderschöne, stimmige Geschichte im Spiel, die mich persönlich immer dazu motiviert hat, bestimmte Bosse und Bösewichte unbedingt zu Gesicht bekommen zu wollen. Das Lore-Chaos mit Vergangenheit, Gegenwart, Retro-Bösewichten (die wieder vorgeholt werden), fasziniert mich einfach überhaupt nicht mehr. Damit geht einfach sehr viel Atmosphäre im Spiel verloren.

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Wirtschaftliche Entscheidungen

Blizzard hat in den letzten Jahren viele Entscheidungen getroffen, um das Spiel besser zu machen. Viele dieser Features wurden von der Community gefordert. Für mich hatte das Spiel seine Haupt-Motivation durch „Wrath of the Lichking“ verloren. Warum? Weil sich Blizzard dazu entschlossen hat, die großen Endbosse durch die Unterscheidung in zwei Schwierigkeitsstufen einer größeren Anzahl von Spielern zugänglich zu machen – dies wurde später durch das Random-Raidtool (LfR) noch weiter trivialisiert. Zu Classic- und Burning Crusade-Zeiten war es unglaublich schwer, die großen Endbosse zu besiegen, bzw. sie überhaupt erst zu sehen, weil man alle Dungeons und Raids davor bewältigen musste. Am Ende vor dem großen Illidan zu stehen, war damals für mich (und meine Gilde) die größte Motivation überhaupt. Daher war auch der Sieg über ihn (ungenerft) meine schönste WoW-Erinnerung – danke nochmal dafür, lieber pinker Kreuzzug!

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Als dann jeder Spieler quasi jeden Boss sehen durfte, ging meine Motivation fürs Raiden langsam flöten. Warum? Wenn ich ihn einmal im normalen Modus gelegt habe, warum soll ich ihn dann nochmal mit 2-3 zusätzlichen Fähigkeiten besiegen – und das für Loot, der optisch (bis auf die Farbe) genauso aussieht, wie die Beute im normalen (einfachen) Modus. Ich habe das nie verstanden. Aus wirtschaftlicher Sicht war es natürlich eine gute Entscheidung von Blizzard. So produzierte man den Raid-Content nicht mehr für einen Bruchteil seiner Spielerschaft (die Core-Gamer), sondern quasi für alle raidwilligen Spieler. Diese und viele weitere Entscheidungen haben zwar dazu geführt, dass alle Spieler mehr Content zu konsumieren hatten, aber leider dem Spiel eine Menge Flair und Atmosphäre genommen.

Kann man Blizzard diese Entscheidungen eigentlich vorwerfen? Ich meine, viele davon wurden doch von der Community explizit gewünscht. Man erinnere sich nur an das Paladin/Schamanen-Problem in WoW-Classic. Die Horde-Spieler weinten damals immer herum, dass die Allianz im „Easy-Modus“ spielen würde, da sie ja Paladine hätten. Blizzard reagierte auf das Geweine und nahm den Fraktionen ihre Einzigartigkeit, indem man beiden Seiten Schamamen und Paladine schenkte. Im Laufe des Zeit gab es viele solcher Entscheidungen. Sozial-Krüppel und Wenigspieler, die nicht in der Lage waren, sich Gruppen oder Gilden zu suchen, weinten im offiziellen Forum herum, dass sie keine Gruppen oder Raids finden würden. Was tat Blizzard? Sie führten Dungeon- und Raid-Finder ein, damit auch diese Spieler den Content zu sehen bekamen. Auch hier wieder: Aus wirtschaftlicher Sicht eine gute Entscheidung – aber auch hier wurde dem Spiel etwas Persönliches genommen.

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Was bleibt?

Das alles führte dazu, dass WoW nicht mal ansatzweise das Spiel ist, was es mal war. Alles ist austauschbar und unpersönlich geworden. Es geht nur noch darum, irgendwie sein Zeug zusammenzusammeln und möglichst schnell neuen Content in den Hintern geblasen zu bekommen. Früher konnte man sich mit seiner Fraktion zu 100% identifizieren. Der Krieg gegen die jeweils andere Seite stand im Vordergrund. Heute wird ein Söldner-Modus eingeführt, in dem sogar Horde und Allianz Seite an Seite kämpfen.

Benehmen kann man sich auch wie man will. Ist doch völlig egal, joint man halt dem nächsten Raid. Früher hätten Arschlöcher und Ninjalooter für eine Scheißaktion den Server wechseln und einen neuen Char hochspielen müssen, weil sich alles sehr schnell rumsprach.

Kann man Blizzard eigentlich für all dies einen Vorwurf machen? Sie haben auf die Community gehört und versucht, das Spiel immer weiter zu verbessern – natürlich auch unter wirtschaftlichen Aspekten. Man ist nicht das „böse Blizzard“, weil es einen Ingame-Shop gibt – den haben alle großen Spiele heutzutage. Ich bin mir nicht sicher, was diese Frage angeht: Man kann einem Spiele-Entwickler wohl nicht vorwerfen, bei ihren Verbesserungen/Veränderungen auf die Community gehört zu haben, oder?



Krömer, was issn jetzt?

Werde ich „Legion“, sprich das nächste Addon, spielen? Ja, das werde ich. Aus Nostalgie und alter Verbundenheit werde ich sicher wieder reinschauen. Ich freue mich auch, die neue Heldenklasse anzuzocken. Ich bin aber nicht so naiv, zu glauben, dass ich spätestens nach dem zweiten Monat das Game noch spielen werde. Und ich bin mir sicher, dass sich das mit vielen von Euch deckt.

Bleibt also als Fazit für mich: Classic war die geilste Zeit, Burning Crusade war das beste Addon und Illidan der tollste Encounter. Und eigentlich habe ich eh keine Ahnung, weil Ihr es sicher anders seht…
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Ede

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Re: Nächste Expansion: Legion
« Antwort #2 am: 11. August 2015, 22:04:56 »

Da ist etwas Wahres dran.
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Matze

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Re: Nächste Expansion: Legion
« Antwort #3 am: 11. August 2015, 23:05:28 »

Waldorf und Sattler wieder. Zock ich halt mim Daniel allein  ;D
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christopher

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Re: Nächste Expansion: Legion
« Antwort #4 am: 12. August 2015, 14:02:45 »

ich hab nie behauptet, dass ichs nicht spielen werde, sondern nur geschrieben, dass ich dazu was gefunden habe...
wie er gleich wieder alles mögliche reininterpretiert... tztz...
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Maggota

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Re: Nächste Expansion: Legion
« Antwort #5 am: 16. August 2015, 13:15:41 »

jop Recht hat er der Typ...

Ich fands lustig auf der Gamescom nach dem Trailer mit einer Gruppe so von 20 man (alles ,nach ihrer Aussage, aktive WoWler) ins gespräch gekommen und 18 man so: wer war der grüne Typ mit den Hörnern...

musste ich ganz stark feiern ^^
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